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Betreuung auf der Familienstation
Nachdem Sie mit Ihrem Kind auf die Wochenstation umgezogen sind, werden Sie von einem Team bestehend aus Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Gynäkologen/innen und Kinderärzten weiter beraten und betreut.
Integrative Wochenbettpflege bedeutet eine ganzheitliche und familienorientierte Betreuung.
Das Ziel ist Mutter, Vater und Kind so wenigen Trennungen wie nötig auszusetzen.
Deshalb können Sie, wenn Sie es wünschen und Platz zur Verfügung steht zusammen mit ihrem Partner ein „Familienzimmer „ beziehen und die "Babyflitterwochen" von Anfang an zusammen verbringen.
Die kosten hierfür trägt die Krankenkasse leider nicht.
Da wir auch eventuelle Geschwisterkinder mit einbeziehen wollen, befürworten wir ausgiebige und lange Besuche dieser engsten Familienmitglieder.
Um ihnen die Möglichkeit des aneinander Gewöhnens und der Ruhe zu ermöglichen, wäre es ratsam, alle Verwandten, Freunden und Bekannten auf die Besuchszeit täglich von 8 bis 20 Uhr hinzuweisen.
Wir sind der Auffassung, dass Neugeborene zu ihren Müttern gehören und allein ihnen die Versorgung der Kinder gebührt. Wir unterstützen sie dabei und stehen ihnen immer hilfreich zur Seite, vor allem auch beim Stillen.
Wir befürworten das 24h-Rooming-in um die Mutter-Kind-Beziehung zu fördern.
Dadurch lernen Sie die Gewohnheiten ihres Kindes besser kennen und sind somit gut auf zu Hause vorbereitet. Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit ihr Kind bei Bedarf nachts im Kinderzimmer abzugeben.
Unser Ziel ist es, die Eltern so zu unterstützen, dass Sie mit Sicherheit und Freude im Umgang mit Ihrem Neugeborenen nach Hause gehen und die neue Lebenssituation genießen können.
Versorgung auf der Familienstation
Eine bekömmliche und gesunde Ernährung trägt auch zu Ihrem Wohlbefinden bei, deshalb steht den Wöchnerinnen ein reichhaltiges Frühstück- und Abendbuffet im gemütlichen Tagesaufenthaltsraum zur Verfügung.
Mittags bieten wir Ihnen drei Menüs, darunter ein vegetarisches, an.
Sie haben die Gelegenheit Ihren „Favoriten“ unter den
Mittagmenüs auszuwählen.
Für Diabetikerinnen servieren wir spezielle Kost aus der Diätküche.
Angehörige können gerne mit Ihnen zusammen im Tagesaufenthaltsraum oder in unserer Cafeteria etwas essen.
Den Besuchern stehen gegen Bezahlung verschiedene Menüs sowie weitere Verpflegungs- und Getränkeangebote zur Auswahl.
Das Cafe am Diakoniekrankenhaus lädt nicht nur im Sommer mit seiner großzügigen Außenterrasse, sondern zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein.
Die Stillberatung
Es gibt kaum etwas, was natürlicher und gesünder für Mutter und Baby ist als das Stillen.
Muttermilch ist Wellness pur für Ihr Baby und trägt zu einer optimalen Entwicklung bei.
Stillen bedeutet nicht nur optimale Ernährung, sondern bietet weitgehend Schutz vor Infektionen und Allergien. Keine andere Maßnahme ermöglicht einer Mutter so leicht, einen solchen Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gesundheit ihres Babys zu nehmen.
Sie tun Ihrem Baby sehr viel Gutes damit - da beim Stillen alle 5 Sinne angeregt werden: Das Baby sieht, spürt, hört, schmeckt und riecht die Mutter.
So wird Ihr Baby zeitlebens davon profitieren, gestillt worden zu sein.
Ebenso wichtig ist, dass das Stillen eine außergewöhnliche Bindung zwischen Mutter und Kind fördert.
Häufig sind junge Mütter sehr verunsichert und trauen es sich nicht zu, dass sie Ihr Baby die ersten sechs Monate ausschließlich stillen können, deshalb möchten wir Ihnen dabei gerne den Rücken stärken.
Auch wenn das Stillen etwas Natürliches ist, so ist es doch etwas, was gelernt werden muss.
"Nicht stillen können" heißt meist "Nicht wissen wie".
Die meisten Stillprobleme kann man mit gezielter und professioneller Hilfe in der Griff bekommen.
Es kann sein, dass Sie und Ihr Baby etwas Zeit und Übung brauchen, bis es Ihnen gut gelingt. Mit zunehmender Übung wird das Stillen immer einfacher und angenehmer.
Wir möchten Sie zum Stillen ermutigen und unterstützen Sie, indem
wir Ihnen beim ersten Anlegen helfen, Ihnen verschiedene Stillpositionen zeigen und Ihnen bei Problemen immer wieder zur
Seite stehen.
Vorsorgeuntersuchungen bei Neugeborenen
In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten werden die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen der Neugeborenen durchgeführt.
Hierzu gehören:
1. Die U2
Sie ist die erste kinderärztliche Basis-Untersuchung Ihres Kindes, sie findet zwischen dem dritten und zehnten Tag nach der Geburt statt.
Noch einmal werden Größe und Gewicht notiert, Vitamin K verabreicht, außerdem wird das Baby noch einmal gründlich untersucht und evtl. der Wert der Neugeborenen- Gelbsucht ermittelt.
Die Gelbsucht des Neugeborenen tritt häufig auf und verläuft meistens harmlos.
Eine um den dritten Tag auftretende Gelbsucht ist normal und ist zunächst kein Anlass zur Sorge. In der Regel klingt die Verfärbung nach ein paar Tagen ab und bedarf auch keiner Behandlung.
Das betreuende Personal entscheidet anhand der Hautfärbung und des Allgemeinbefindens des Kindes, ob eine Bilirubin-Bestimmung durchgeführt werden soll.
Bei zu hohen Bilirubinwerten wird eine Phototherapie durchgeführt, d.h. Ihr Baby wird mit Augenschutz unter eine UV-Lampe gelegt.
Die Lichteinstrahlung führt zu einem vermehrten und schnelleren Abbau des Bilirubins.
2. Der Stoffwechseltest
Er wird am 4. Lebenstag durchgeführt.
Für den Guthrie-Test wird ein wenig Blut aus der Ferse Ihres Babys benötigt.
Das Blut des Babys wird auf Störungen des Stoffwechsels untersucht. Damit können Krankheiten im Frühstadium erkannt werden, die zu diesem Zeitpunkt ohne Folgen bleiben, wenn sie sofort behandelt werden.
3. Der Hörtest
Er ist für das Neugeborene völlig schmerzlos und dauert nur wenige Minuten. Dennoch kann er entscheidende Weichen für das spätere Leben des Kindes stellen.
Dazu wird ein kleines Stöpselchen in den Gehörgang des Babys gesteckt. Dieser sendet Schallwellen, die dem Wassergeräusch im Mutterleib ähnlich sind, an das Trommelfell.
Kann das Kind hören, werden diese Schallwellen zurück geschickt.
So können wir Ihnen direkt sagen, ob das Gehör des Kindes in Ordnung ist.
Keine Angst, wenn der Hörtest mal nichts angezeigt, denn direkt nach der Geburt ist oft noch Fruchtwasser oder Käseschmiere im Gehörgang und dann können die Schallwellen nicht zum Trommelfell gelangen.
In diesem Fall empfehlen wir, wenn das Kind etwas älter ist, den Test bei uns oder beim HNO-Arzt zu wiederholen.
Je später eine Hörstörung erkannt wird, desto schlechter kann das Kind Sprechen lernen. Wird aber eine Hörstörung noch in den ersten sechs Lebensmonaten entdeckt und behandelt, entwickelt sich die Sprache weitgehend normal.
Unterbringung auf der Familienstation
Direkt angrenzend an unseren Entbindungsbereich befindet sich unsere freundliche Wochenstation. Wir möchten Ihnen auf der Entbindungsstation die Gelegenheit geben, in Ruhe Ihre Empfindungen wirken zu lassen und sich von den körperlichen Strapazen zu erholen.
In der Regel sind Sie in geräumigen Zweibettzimmern untergebracht. Einbettzimmer stehen auch zur Verfügung, wenn Sie es wünschen und Platz zur Verfügung steht.
Die modernen und großräumigen Zimmer sind alle mit WC und Dusche ausgestattet. Fernseher und Telefon befinden sich ebenfalls in jedem Zimmer. Weiterhin finden Sie eine Wickeleinheit, ein kleine Sitzecke und eine angenehme Nachtbeleuchtung vor.
Für die Pflege der Säuglinge stehen mehrere Räume auf der Entbindungsstation zur Verfügung.
Falls Sie sich zum Stillen zurückziehen wollen, steht Ihnen auch eine Stillinsel in ruhiger und freundlicher Atmosphäre zur Verfügung.
Nachsorge auf der Familienstation und zu Hause
Als Wöchnerin haben Sie in den ersten acht Wochen nach der Geburt Anspruch auf Hebammenhilfe, bei Bedarf auch länger. Die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen. Die Hebamme berät Sie zunächst auf der Entbindungsstation und besucht Sie später zu Hause.
Wir helfen bei Problemen, beraten bei Unsicherheiten, kontrollieren die Rückbildungsvorgänge, prüfen den Allgemeinzustand ihres Kindes, führen Stillberatung durch und haben viele kleine Tipps, die das Familienleben erleichtern.
Rückbildungsgymnastik
Sie ist so wichtig und wird doch leider oft vernachlässigt: Die Rückbildung nach der Geburt.
Nach der Entbindung fühlt sich Ihr Körper ganz anders an.
Anders als vor der Schwangerschaft, anders als in der Schwangerschaft.
Die sichtbaren Veränderungen der überdehnte, nun leere Bauch, die größeren Brüste, sind Ihnen wahrscheinlich bewusster als die Bereiche Ihres Körpers, welche die massivsten Veränderungen erfahren haben: Ihre Gebärmutter und Ihr Beckenboden.
Der Beckenboden ist die Muskelplatte, die das Becken nach unten hin abschließt, die Scheide umgibt und den inneren Organen Halt gibt.
Ziel der Rückbildungsgymnastik ist es, die Rückbildung der schwangerschaftsbedingten Veränderungen zu unterstützen und ein sinnvolles Einsetzen der Beckenbodenmuskulatur im Alltag zu erlernen.
Auch auf das seelische Gleichgewicht kann die Rückbildungsgymnastik ebenfalls sehr positiv wirken.
Nach der Geburt Ihres Kindes haben Sie Anspruch auf 10 Stunden Rückbildungsgymnastik die die Krankenkassen bezahlt.
Wir bieten Ihnen geschlossene und offene Rückbildungskurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an.
Weitere Informationen bekommen Sie unter der Telefonnummer: 0621/8102-4224.
Erste Hilfe bei Neugeborenen und Säuglingen
Erste Hilfe am Kind ist leicht erlernbar.
Die ersten Minuten nach einem Kindernotfall entscheiden oft über den weiteren Verlauf der akuten Erkrankung oder Verletzung.
In dieser Zeit sind jedoch erfahrungsgemäß weder der Rettungsdienst noch andere Fachkräfte vor Ort.
Viele Notfälle könnten durch vorbeugende Maßnahmen oder einfach das Wissen um mögliche Gefahrenquellen vermieden werden.
Deshalb bieten wir einen erste Hilfe Kurs bei Neugeborenen und Säuglingen an.
Unsere Kinderärzte zeigen typische Gefahren und
die notwendige Soforthilfe für Babys und Kleinkinder.
Falls Sie Interessen an einem Kurs haben bekommen Sie weitere Informationen unter der Telefonnummer: 0621/8102-4224.
Babymassage
Die Babymassage stammt ursprünglich aus Indien.
Sie trägt zur Entwicklung des Empfindungsvermögens bei und hilft durch die Entspannung gegen Blähungen und Unruhe.
Bei der Babymassage handelt es sich nicht um eine Massage im herkömmlichen Sinn, es ist eine sanfte Berührung für die Sinne, ein Streicheln und Mitteilung der Liebe über die Hände.
Behutsam massiert werden dabei Arme, Händchen, Beine, Füßchen, Brust, Bauch und zum Abschluss der Rücken, durch sanftes Streichen vom Nacken zum Po.
Wir bieten solche speziellen Massagekurse an.
Weitere Informationen bekommen Sie unter der Telefonnummer: 0621/8102-4700 oder direkt bei der Kursleiterin Esther Bohrmann 06203/ 693616 und 0151 /14910421.